- Claudia S.-

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Als Freizeitreiter bin ich seit Jahren viel im Gelände unterwegs. Auch das Reiten weiterer Strecken und in größeren Gruppen sind mein Ausgleich zum Berufsalltag. Auf meine alte Knabstrupperstute war in jeder Situation verlass, doch auch sie wurde älter und sollte ihren wohlverdienten Ruhestand genießen. So legte ich mir 2010 eine weitere Tigerscheckstute zu. Als Anfängerpferd für den Familienvater angeschafft, hatten die Vorbesitzer zunehmend Probleme mit „Leotie“, bis sich keiner mehr auf den kleinen Warmblüter setzte. Bei den Terminen zum Probereiten benahm sie sich auf dem Reitplatz und auch im Gelände „normal“, so dass ich mich zum Kauf der damals 7-jährigen Stute entschied. So schlimm wird es schon nicht sein, hatte ich geglaubt. 

Von der Kunst, zwischen sich und dem Boden ein Pferd zu behalten

Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit zeigte sie aber auch bei mir Verhaltensweisen, die gefährlich wurden. Vom Boden aus klappten die einfachsten Dinge nicht mehr: anbinden, Hufe geben, putzen wurden zur Tortur. Bodenarbeit und Longieren endete regelmäßig im unkontrolliertem überrennen oder losreissen, an Verladen war überhaupt nicht mehr zu denken. Diese grundsätzlichen Dinge im Umgang konnte ich zum Teil selbst, zum Teil mit Hilfe einer Trainerin für Horsemanship klären. Die Probleme unter dem Sattel machten mir jedoch wirklich Angst: Durchgehen, Steigen, mehrere Stürze (einer mit zerbrochenem Reithelm) machten mich als Reiter unsicher, was die Stute natürlich merkte und sich die Situation nicht verbesserte. „Leotie“ hatte ihre eigenen Vorstellungen von Tempo und Richtung, egal, was der Reiter wollte. Im Januar 2012 habe ich mich dann mit mehreren Freizeitreitern zusammengeschlossen und wir haben seit dem einmal wöchentlich Reitunterricht bei Regina Elmenthaler. Wir treffen uns in der Halle auf einer nahegelegenen Reitanlage, bei Regina auf dem Hof oder inzwischen sogar zum Geländtraining im Pferdefreizeitpark Reesdorf.

In der ersten Reitstunde konnte Regina nach 5 min eine genaue Problemanalyse der Reiter-Pferd Beziehung machen, ohne die genaue Vorgeschichte zu kennen. Das beeindruckte mich sehr. Die Stute machte anfangs selbst in der Reithalle ihr eigenes Ding: Im Schritt an der Notausgang-Tür vorbei reiten stellte uns auf die Probe, fuhr draußen ein Auto vorbei, gab es kein Halten mehr. Aber Ausbildung braucht einfach Zeit und Konsequenz, durchhalten zahlt sich aus: Nach einigen Unterrichtseinheiten war ich mutiger und klarer in der Hilfengebung, das Pferd erwartete die Hilfen und nahm sie auch willig an. Eine massive Taktstörung hinten rechts aufgrund muskulärer Verspannungen konnte durch gezieltes Training behoben werden! Inzwischen sind Leotie und ich in der Halle oder auf dem Reitplatz ein schönes Paar geworden. Die dritte Grundgangart Galopp haben wir für uns entdeckt und zwar nicht mehr in Form des Davonstürmens. Jetzt, wo Kontrolle von Tempo und Richtung selbstverständlich geworden sind, kann an den gängigen Problemen eines jeden Pferd-Reiter-Paars wie z.B. Gerade richten gearbeitet werden! Mein Pferd über den Rücken reell am Zügen zu reiten hatte ich noch vor einem Jahr niemals für möglich gehalten. Die Schwierigkeiten im Gelände haben sich durch Problemlösungen und Grundsatz-diskussionen auf dem Reitviereck gelöst, Leotie wird zum verlässlichen Partner. Dies wird beim Geländetraining deutlich, was wir unter Anleitung von Regina im Sommer 2013 mehrmals in Reesdorf durchführen konnten. Ein Gruppengalopp den Hang hinauf mit „Le-otie“ an der Tete, was kann es schöneres geben...
Reiten Referenzen

Reiten ist mehr als nur kontrollierter Fleischtransport

Regina entwickelt für jedes Pferd-Reiter-Paar ein individuelles Konzept, sozusagen einen eigenen Lehrplan. An diesem wird nicht starr festgehalten, sondern auf die jeweilige Tagesform Rücksicht genommen. Mir kam es vor, als reite ich eine Reitlehre nach: genaue Erklährung der Hilfengebung, der Hilfenwirkung, Sitzkorrekturen und Sinn oder Unsinn von Bahnfiguren und Lektionen, mit einer Engelsgeduld erläutert Regina immer von Neuem. Ihr wohldosiertes Lob aber auch ihre immer berechtigte Kritik (und sie sieht einfach alles) führen zu einem unheimlich sachlichen dabei aber immer menschlichen Lehrer-Schüler-Beziehung. Es steht immer die Fairness dem Pferd gegenüber im Vordergrund, der Reitunterricht ist mehr als nur Unterricht im reiten. Das gesamte Umfeld des Pferdes und des Reiters spielt eine Rolle und wird berücksichtigt. Longentraining, Haltung und Fütterung werden bei Bedarf diskutiert, Ausrüstungsgegenstände überprüft, also ein Gesamtkonzept erarbeitet. Dabei drängt sich Regina keinesfalls auf, die Tipps sind immer ehrlich gemeinte Anregungen, über die man nachdenken kann.

Ich hatte anfangs immer ein etwas komisches Gefühl, ist Regina für uns als Wald- und Wiesenreiter vom Dorf ohne Turnierambitionen nicht vollkommen überqualifiziert? Doch gutes Freizeitreiten, auch im Gelände, benötigt die dressurmäßige Ausbildung von Reiter und Pferd. Korrektes Reiten nach den Richtlinien der FN führt zwar über einen langen, steinigen Weg, dafür letztendlich aber zum Erfolg. Dieser Erfolg ist vor allem das gesunde und gesund erhaltende reiten auf einem motivierten, losgelassenen Pferd. Vielen dank Regina, für Deinen herzlichen Ton, deinen Witz und deine unendliche Geduld mit mir als Freizeitreiter und meinem kleinen getupften Warmblüter. Ich sammle keine Turnierschleifen sondern schöne Momente mit dem Pferd - und dabei hilfst Du mit jeder Unterrichtsstunde!

Claudia S.






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Regina Elmenthaler

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